Schönenwerd erobert den dritten Platz zurück

Schönenwerd erobert den dritten Platz zurück
04.02.2021

3:2-Sieg in einem Krimi gegen Lausanne: Volley Schönenwerd gewinnt auch das vierte Spiel unter Trainer Liam Sketcher. Aktuell hiesse der Gegner in den Playoff-Viertelfinals Jona. Zum Abschluss der Qualifikation müssen die Schönenwerder aber noch gegen die zweitplatzierten Genfer ran.

Dieses Duell zwischen Volley Schönenwerd und dem Lausanne Université Club in der Betoncoupe Arena hätte eigentlich bereits im Zuge des fünften Spieltags Ende Oktober stattfinden sollen. Weil ein Spieler der Schönenwerder aber kurz vor dem Anpfiff einen positiven Corona-Bescheid erhalten hatte, musste das Spiel verschoben werden.

Am 9. Januar trafen sich die beiden Klubs zur Rückrundenpartie. Sie endete mit einem deutlichen und zu diesem Zeitpunkt auch überraschenden Auswärtssieg für Volley Schönenwerd. Gleich mit 25:18, 25:20 und 25:21 setzten sich die Solothurner durch. Es war der erste Sieg nach fünf Niederlagen in Serie – und dies beim Debüt vom neuen Headcoach Liam Sketcher.

Schönenwerd gewann auch die weiteren beiden Spiele unter dem australischen Headcoach. In der Meisterschaft hängte das Team einen 3:0-Pflichtsieg gegen das Schlusslicht Traktor Basel an. Und am Sonntag schafften die Schönenwerder den Exploit im Cup-Viertelfinal gegen Qualifikationssieger Amriswil.

An diese Leistung konnten sie gegen Lausanne nicht von Beginn weg anknüpfen. Der erste Satz ging mit 25:19 klar an die Waadtländer. Im zweiten glich sich das Geschehen aus. Bis zum 19:19 waren die Teams auf Augenhöhe. Dann gelang den Gastgebern mit Kodj am Service ein Schlussspurt. Vier Punkte in Serie markierten die Schönenwerder, darunter zwei Asse des Albaners, was zum 25:20 und zum Ausgleich nach Sätzen führte.

Hart umkämpft gestaltete sich der dritte Satz. «Schöni» lag bereits mit 19:22 hinten, konnte in dieser Phase aber von einigen Fehlern der Gäste profitieren. Lausanne liess einige Chancen ungenutzt. Und Kodj sorgte mit einem sehenswerten Block wieder für Gleichstand (24:24). Ein weiterer gelungener Block, diesmal von Ulrich, und die Schönenwerder hatten Satzball. Diesen verwertete der Argentinier Johansen zum 28:26. Dieser war nach dem verlorenen Startsatz für Roth ins Spiel gekommen. Im Cupspiel gegen Amriswil war es noch andersrum. Beide Male zeigte der Wechsel Wirkung, die beiden Diagonalangreifer stacheln sich zu Topleistungen an.

Obwohl es im vierten Satz lange danach aussah, als könnten die Schönenwerder alle drei Punkte einheimsen, mussten sie am Ende doch ins Tiebreak. Mit zwei guten Serviceserien führten Wojcik und Montavon Lausanne in der Money Time vom 19:20 aus ihrer Sich zum 25:21.

Nach einem ausgeglichenen Auftakt war es im Tiebreak Schönenwerds Topskorer Luca Ulrich, der die Weichen mit einem Ass zum 5:3 auf Sieg stellte. Mittelblocker Hepburn legte gleich noch einen Punkt zum 6:3 nach. Danach sorgte Johansen für wichtige Punkte beim Sideout, Lausanne steuerte ein paar Servicefehler bei und so kamen die Schönenwerder zu drei Matchbällen. Den zweiten verwertete Johansen zum 15:12. Die Schönenwerder eroberten damit den dritten Tabellenplatz zurück, den sie im Dezember während ihrer Baisse verloren hatten. Am Samstag endet die Qualifikation mit dem Heimspiel gegen Chênois.

Text: Raphael Wermelinger - Oltner Tagblatt

Bild: © Jörg Oegerli

zurück zur Newsübersicht